Wie findet man einen guten Anwalt?

Wie überall muss man die Spreu vom Weizen trennen – aber wie, wenn Sie sich im Anwaltsbusiness nicht auskennen?

Bild guten Anwalt fü,r Mietrecht finden Foto: Olu Eletu

Was Sie bei der Suche nach einem Anwalt berücksichtigen sollten

Sie haben ein mietrechtliches Problem und suchen eine Rechtsberatung im Bereich des Mietrechts in Berlin? Sie sind auf der Suche nach einem Rechtsanwalt für Mietrecht oder fragen sich: Brauche ich überhaupt einen Rechtsanwalt? Und wenn ja, welchen der über 12.000 Anwälte in Berlin soll ich nehmen?

Auf meiner Internsetseite finden Sie alles wichtige zum Thema Anwalt und Mietrecht in Berlin, z.B.:

  • Wie läuft ein Mandat ab?
  • Welcher ist der richtige Anwalt für Mietrecht?
  • Was kostet ein Rechtsanwalt im Mietrecht?

Das Mietrecht ist eine komplexe Materie geworden, die nicht jeder Anwalt wirklich sicher beherrscht! Mit einem Anwaltsbesuch ist es ähnlich wie mit einem Restaurantbesuch: Wenn Sie ein gutes Sushi essen möchten, sind Sie trotz ganz sicher hervorragender Qualität im französischen Sternerestaurant am falschen Platz! Dort würde man Ihnen zur Not zwar sicher auch ein Sushi zubereiten können, aber beim Japaner wird des trotzdem besser schmecken: Der Japaner bereitet es einfach täglich zu und weiß genau, was er tut. Daher sollten Sie sich einen Anwalt suchen, der sich speziell auf das Mietrecht festgelegt hat.

Es gibt unterschiedliche Arten, mit denen sich ein Rechtsanwalt auf das Mietrecht (oder ein anderes Rechtsgebiet) spezialisieren kann:

Spezialisierungen von Rechtsanwälten:

  • Interessenschwerpunkt Mietrecht
  • Tätigkeitsschwerpunkt Mietrecht
  • Spezialist für Mietrecht
  • Fachanwalt für Mietrecht
  • Überregionale Top-Kanzlei

Was bedueten diese Spezialisierungen im Einzelnen?

Hat ein Rechtsanwalt den Interessenschwerpunkt Mietrecht, so bedeutet das im Prinzip nur, dass er mietrechtliche Fallgestaltungen gerne bearbeitet. Das ist schon einmal besser als nichts, aber auch jeder Anfänger darf vom ersten Tag seiner beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt an den Interessenschwerpunkt Mietrecht angeben, ohne je ein Mandat aus diesem Bereich bearbeitet zu haben.

Hat ein Anwalt den Tätigkeitsschwerpunkt Mietrecht, so bedeutet dies, dass er bevorzugt Mandate in diesem Bereich bearbeitet und auch schon eine größere Zahl an mietrechtlichen Fallgestaltungen bearbeitet hat. Hier lohnt es sich zu schauen, wie viele Tätigkeitsschwerpunkte der Anwalt hat; sind es mehr als drei, besteht die Gefahr, dass sich der Anwalt in keinem seiner Schwerpunkte wirklich gut auskennt.

Den Spezialist für Mietrecht gibt es eigentlich gar nicht offiziell. Der Spezialist für Mietrecht betitelt sich einfach so, ohne dass die Berechtigung dieser Angabe tatsächlich überprüfbar wäre. Die berufsrechtliche Rechtsprechung erlaubt diese Angabe zwar, fordert aber, dass der Spezialist dem Fachanwalt vergleichbare Kenntnisse haben müsse. Da der Spezialist für Mietrecht im Gegensatz zum Fachanwalt aber nie eine Prüfung abgelegt hat und auch keiner Aufsicht unterliegt, ist diese Anforderung praktisch nicht zu überprüfen. Es stellt sich zudem die Frage, warum der Spezialist dann nicht gleich die Prüfung zum Fachanwalt für Mietrecht ablegt. Die Angabe Spezialist für Mietrecht ist daher nicht als wirklich seriös einzustufen.

Bei einem Fachanwalt für Mietrecht wissen Sie Ihr Anliegen auf jeden Fall sicher und kompetent vertreten: Ein Fachanwalt hat besondere theoretische und praktische Kenntnisse auf einem Rechtsgebiet, die erheblich über das hinausgehen was durch die Ausbildung und die praktische Tätigkeit im Beruf des Rechtsanwalts vermittelt wird. Ein Anwalt kann erst Fachanwalt für Mietrecht werden, wenn er eine große Zahl von Fällen im Mietrecht bearbeitet hat, und zwar sowohl vor Gericht als auch außerhalb von Gerichtsverfahren. Er muss dies der Rechtsanwaltskammer gegenüber nachweisen. Zudem muss der Rechtsanwalt mindestens 120 Stunden besonderen fachlichen Unterricht absolvieren und schließlich im Rahmen von schriftlichen Prüfungen das besondere fachspezifische Wissen und die umfangreichen praktischen Erfahrungen nachweisen. Ein Fachanwalt unterliegt im Anschluss daran jedes Jahr strengen Fortbildungspflichten.

Noch besser aufgehoben wären Sie nur in einer der überregionalen Top-Kanzleien: Dort bearbeiten mehrere hoch spezialisierte Anwälte einen Fall gleichzeitig. Meist sind diese Anwälte so hoch spezialisiert, dass sie nur einen Teil eiens Rechtsgebiets beherrschen, das dann aber mit einer unvorstellbaren Tiefe. Diese Kanzleien nehmen normale Fälle aus dem Alltag aber gar nicht an oder lassen sich ihre Arbeit so teuer bezahlen, dass es meist billiger wäre gleich auf sein Recht zu verzichten! Wenn Sie etwa Vermieter eines Einkaufszentrums mit 120 Ladenflächen sind und einen Mietvertragsentwurf brauchen, sind Sie bei einer solchen Kanzlei gut aufgehoben. Für den normalen Bürger kommen die Leistungen solcher Kanzleien eher nicht in Betracht.